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Muss man an Handwerker-Terminen anwesend sein ?

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Wednesday, June 7th 2017, 3:28am

Muss man an Handwerker-Terminen anwesend sein ?

Wer eine Gasheizung hat, kennt das vielleicht auch:
1x im Jahr drücken sich Wartungstechniker und Schornsteinfeger die Klinke in die Hand. Die Heizung muss gewartet und geprüft werden. Wenn es gut organisiert ist, kommen wenigstens beide am gleichen Tag.
Entweder überlässt man dem Nachbarn die Schlüssel oder man muss dafür extra Urlaub nehmen. Mindestens Einer im Haus muss also da sein.

Ein Sondertermin wird fällig, weil Rauchmelder "eingebaut" werden.
Kein hilfsbereiter Nachbar in Haus bzw. man kennt sich nicht gut genug, um anderen den Schlüssel anzuvertrauen und schon ist ein 2. Urlaubstag weg.
Wie sich später herausstellt, hätte ein 5 Jähriger die Geräte einbauen können, weil sie einfach mit einem doppelten Klebeband an die Decke geklebt werden. Und dafür sitzt man den ganzen Tag auf Wartestellung bis der Techniker endlich da ist.

Der Kabel-TV-Anschluss muss umgerüstet werden.
Der Hauseigentümer verlangt, dass JEDER Mieter an diesem Tag anwesend zu sein hat, weil es die Kabelfirma so haben will.
Wozu das gut sein soll, ist natürlich diskutabel, weil es ja auch durch Überlassen der Schlüssel an einen Nachbarn passieren könnte.

Ist man selbst immer der hilfsbereite Nachbar, der für alle die Schlüssel bereit hält, hat man jetzt schon 3 Urlaubstage verloren. Gibt es keine vertrauenswürdige Nachbarn, sieht es ähnlich aus. Auch wenn alles gut untereinander organisiert ist, hat man mindestens 2 Urlaubstage verloren und im Idealfall nur 1 Tag , weil man selbst nie der hilfsbereite Nachbar sein musste.

Hier stellt sich dann die Frage: Muss ich wirklich an diesen fremdbestimmten Terminen anwesend sein ?
Im Normalfall würde man seine Handwerkertermine soweit möglich zusammen fassen und/oder so legen, dass man wenigstens den Termin so legen kann, dass man auch selber noch etwas davon hat. Zum Beispiel an einem Brückentag oder am Anfang oder Ende der Woche.

3 verlorene Urlaubstage innerhalb von noch nicht einmal einem Jahr sind eine enorme Menge.
Da könnte man auf die Idee kommen, sich einfach zu weigern. Das sollte man aber besser nicht einfach so machen.
Wenn die Handwerker für den Termin einen Pauschalbetrag vereinbart hatten, muss man für einen extra Termin auf jeden Fall die gesonderte Anfahrt extra bezahlen.

Hier gibt es nur die Möglichkeit, direkt mit dem Handwerker zu sprechen, um einen besseren Termin zu vereinbaren.
Ist das nicht möglich, bleibt nur noch, mit dem Hausbesitzer ein "ernstes Wörtchen" zu sprechen.
Ist der nicht einsichtig, bleibt nur die Möglichkeit auszuziehen und sich einen anderen Vermieter zu suchen.

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